Aufstehen gegen Rassismus Festival 2018 in Uelzen

In Zeiten wie diesen, in denen Rechtspopulismus an Zuspruch gewinnt, Antisemitismus in unserer Gesellschaft immer weiter zunimmt und Hass und Hetze an der Tagesordnung sind, finden wir es wichtig dagegen zu halten und zu zeigen: Wir sind solidarisch, für eine vielfältige Gesellschaft!

Am Samstag, den 25. August 2018 wollen wir deswegen gemeinsam ein starkes Zeichen gegen Rassismus, Homophobie, Antisemitismus, Hass und Hetze auf dem Herzogenplatz in Uelzen setzen. Beim Aufstehen gegen Rassismus Festival werden euch verschiedene Bands auf der Bühne erwarten. Zahlreiche Organisationen und Initiativen bieten euch Aktionen und Informationen auf dem Herzogenplatz.

Ort/Zeit: Herzogenplatz – Uelzen von 16-22 Uhr

Weitere Infos unter: Aufstehen gegen Rassismus Uelzen

28.07.2018: Tagesworkshop “Aufstehen gegen Rassismus”

KURVE Wustrow und das Bündnis gegen Rechts Wendland / Altmark laden ein:

Rechten Parolen und sogenannter gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit begegnen wir an der Bushaltestelle, in der Schlange an der Ladenkasse, im Wartebereich von Ärzten und an vielen weiteren Orten. Sie werden zunehmend salonfähiger und Widerspruch erfordert häufig Schlagfertigkeit.
In Übungen, Diskussionen und dem Erfahrungsaustausch erarbeiten wir uns mehr Sicherheit für couragiertes Handeln gegen Rassismus und andere menschenverachtende Sprüche.
Unser Workshopangebot basiert auf dem Stammtischkämpfer*innen-Konzept des Netzwerks „Aufstehen gegen Rassismus“. Wir haben es ergänzt und erweitert und mit unseren eigenen Workshop-Erfahrungen angereichert.

Der Workshop wird geleitet von Katrin Karmann und Wilma Raabe.

Wann: Samstag, 28.07.2018
Zeit: 10:00 – 17:00 Uhr
Wo: KURVE Wustrow, Kirchstr. 14, 29462 Wustrow

Für die Teilnahme inklusive gemeinsamem vegetarischen Mittagessen bitten wir um einen kostendeckenden Beitrag in Höhe von 30 Euro (ermäßigt: 20 Euro; Soli-Beitrag: 45 Euro).

Wir bitten um Anmeldung unter aufstehengegenrassismus@kurvewustrow.org.

Achtung: Anmeldefrist verlängert bis 11.07.2018!

11.07.2018: Urteilsverkündung im NSU-Prozess

“Liebe Freund*innen,

am Mittwoch, dem 11. Juli 2018 soll das das Urteil im NSU-Prozess gesprochen werden. Vor über 5 Jahren, im Mai 2013 begann der Prozess am Oberlandesgericht München gegen 5 Angeklagte im NSU-Komplex. Doch längst nicht alle Verantwortlichen sitzen auf der Anklagebank, die Aufklärung ist noch nicht abgeschlossen und weiterhin werden Betroffene von Rassismus und den Morden des “NSU” nicht gehört.

Osman Taşköprü, der Bruder des ermordeten Süleyman Taşköprü sagt dazu:
„Die zentrale Frage, warum wer Opfer des NSU wurde, ist bis heute nicht beantwortet. Wir wissen nicht, warum mein Bruder Opfer des NSU wurde. Keine Familie weiß, warum ihr Vater, ihr Sohn, ihr Bruder von den Neonazis ausgewählt wurde. Eine Gesellschaft sollte sich nicht mit diesem Nichtwissen abfinden. Die Nazimörder waren es nicht alleine.“

In diesem Prozess setzte sich fort, was sich auch sonst durch den NSU-Komplex zog: Verdrängung der Perspektiven der Betroffenen und Schutz des Staates statt tatsächlicher Aufklärung. Das, was den NSU-Komplex überhaupt erst möglich gemacht hat, besteht weiterhin. Deswegen finden am Tag der Urteilsverkündung in München ganztägig Aktionen statt, um klar zu machen, dass mit dem Ende des Prozesses die gesellschaftliche Auseinandersetzung nicht abgeschlossen sein darf. Für diejenigen, die nicht nach München fahren, gibt es Aktionen in vielen Städten in ganz Deutschland. Kommt mit uns nach München oder geht in anderen Städten auf die Straße und zeigt eure Solidarität.

Wir können keine Vollständigkeit garantieren, aber unten findet ihr Infos zum Tag X in München, zu geplanten gemeinsamen Anreisen sowie zu Veranstaltungen in verschiedenen Städten.

Ob in München oder anderswo: Geht auf die Straße, gegen den Schlussstrich, gegen Rassismus und rechten Terror!”

5 JAHRE NSU-PROZESS – KEIN SCHLUSSSTRICH!

 

Am Tag der Urteilsverkündung wird es in München Aktionen und eine Demonstration geben:

  • Ab 8:00 Kundgebung
  • 18:00 Demonstration, Oberlandesgericht Nymphenburger Str. 16, München

 

Hier findet ihr den Aufruf:

5 Jahre NSU-Prozess – Kein Schlussstrich

5 YILDA NSU-DAVASI – BU MESELE BURADA KAPANMAZ!

5 YEARS OF NSU-TRIAL – NO CLOSURE!

Weitere Infos gibt es beim Bündnis gegen Naziterror und Rassismus, verfolgen könnt ihr aktuelle Infos auch auf Twitter.

Anreisen nach München und Aktionen in anderen Städten:

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Sichtbar werden gegen rechte Normalisierung – KLP-Kampagne 2018

Spätestens seit Gründung der AfD sind menschenfeindliche Äußerungen, Nationalismus, sexistische Familienbilder und andere anti-emanzipatorische Haltungen wieder „salonfähig“. Die Schwelle, rechtes Gedankengut auszusprechen, ist spürbar gesunken. Bleibt es unwidersprochen, dann werden diese Haltungen in der Gesellschaft immer mehr zur Normalität. Wir machen ausdauernd, unnachgiebig und kraftvoll deutlich, dass die Würde aller Menschen unantastbar ist. In einer gleichberechtigten, offenen Gesellschaft heißt die Alternative Solidarität!

Veranstaltungen am Samstag, 19.5.2018
am politischen Wunde.r.punkt Klein Witzeetze Nr. 6:

11:00 – Hörbar widersprechen: Argumentations-Training von „Aufstehen gegen Rassismus“ (bis 13:00)

14:00 – Wunderbar solidarisch: Erfahrungsaustausch zu unseren Handlungsoptionen gegen rechte Normalisierung (an der Ausstellung vom Bündnis gegen Rechts)

16:00- Sichtbar widersetzen: Aktionstraining zum Blockieren von Naziaufmärschen u.ä.  (bis 17:30 Uhr)

 

NSU-Prozess – Kein Schlussstrich

Wann? Freitag, 6. April 2018

Uhrzeit? 18:30 Uhr veganes Essen (gegen Spende); ab 19:30 Info-Veranstaltung

Wo? Platenlaase, Wendland

Im Frühjahr 2018 wird nach ca. fünf Jahren Verhandlungsdauer das Urteil im NSU-Prozess erwartet. Der Hauptangeklagten Beate Zschäpe droht lebenslängliche Haft und vier Unterstützern teils langjährige Haftstrafen. Von einer „lückenlosen Aufklärung“ allerdings, wie Merkel versprach, kann nicht die Rede sein. Die Bundesanwaltschaft hat über die Jahre unbeirrt an ihrer These des isolierten Trios festgehalten. Sie lehnte einen Großteil der Beweisanträge der Nebenklage- Anwält_innen ab,
die die Angehörigen der (Mord-)opfer vertreten. Diese zielten u.a. darauf, das Unterstützungsnetzwerk und die Rolle von V- Personen und Sicherheitsbehörden aufzudecken. Wesentliche Fragen der Angehörigen der Opfer der NSU- Morde, der Bombenanschläge und Bankraube des NSU werden
damit offen bleiben.

Veranstaltung mit einer Referentin von NSU Watch, die den Prozess kritisch begleiten und darüber berichten (https://www.nsu-watch.info).

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