Aufruf zu Aktionen gegen den AfD-Landesparteitag am 27.1.18 in Gardelegen

BLAU IST DAS NEUE BRAUN

Nicht heute. Nicht hier. Nie wieder!

Aufruf zu Aktionen gegen den AfD-Landesparteitag am 27.01. in Gardelegen

 

Die AfD hat für den 27.01.2018, dem internationalen Holocaust-Gedenktag, zum Landesparteitag in Gardelegen eingeladen.

Warum wir den Landesparteitag nicht unkommentiert lassen werden:

Wir sind das Versteckspiel im gesellschaftlichen Umgang mit neurechten Bewegungen leid. Wir sehen nicht ein, dass eine offen rassistische und völkische Partei immer mehr als legitime Akteurin in dieser Demokratie gilt. Wir wollen nicht zulassen, dass sich der gesellschaftliche Diskurs hin zu den menschenfeindlichen Ideologien von alten und neuen Nazis verschiebt. Diese Normalisierung von Neofaschismus werden wir nicht widerstandslos hinnehmen.

Wir wollen in einer solidarischen, offenen und vielfältigen Gesellschaft leben, in der Menschenverachtung und Hass keinen Platz haben und als das bekämpft werden, was sie sind, nämlich als Gefahren für das friedliche Zusammenleben.

Für Neofaschisten war es noch vor wenigen Jahren üblich, sich mit ihrer Szene und mit ihren Gedanken hinter einer Vielzahl von Codes und Chiffren zu verstecken. Braun war braun und gehörte dahin. Heute können neurechte Demagogen offen rassistischen, geschichtsrevisionistischen und völkischen Patrioten-Unfug verbreiten und von einer „erinnerungspolitischen Wende um 180 Grad” erzählen und dennoch als akzeptable Vertreter der Demokratie auftreten.

Anscheinend versteckt sich heute lieber ein Teil der Gesellschaft hinter der blauen Farbe und einem „man muss doch die Sorgen ernst nehmen“ und „man muss doch miteinander reden“ anstatt Neofaschisten auch so zu benennen!

Wir wollen am 27. Januar für eine solidarische, demokratische Gesellschaft eintreten und ein deutliches Zeichen gegen den AfD-Landesparteitag setzen.

Wir wollen klar sagen, dass eine Gesellschaft auf Basis der allgemeinen Menschenrechte keinen Platz für Faschisten bieten darf. Auch 73 Jahre nach der Befreiung vom Nationalsozialismus muss klar sein: Wehret den Anfängen!

 

Im Anschluss an die Kundgebung wollen wir alle Interessierten einladen, gemeinsam mit uns die Gedenkveranstaltung in Isenschnibbe zu besuchen, die um 11 Uhr beginnt.

 

Wir freuen uns auf Euch!

 

  • Beginn: 09:00 Uhr
  • Ort: Höhe Volkshaus, Vor dem Salzwedeler Tor 3, Gardelegen
  • Hashtag: #ga2701

Bündnis gegen den AfD-Landesparteitag

Bewegung von Rechts stoppen!

Veranstaltung mit Gerd Wiegel

Mittwoch, 13.9.2017 im Café Grenzbereiche in Platenlaase

Beginn 19:30 Uhr, ab 18:30 Uhr veganes Essen gegen Spende

 

Mit dem Aufstieg der AfD hat sich gezeigt, dass die moderne radikale Rechte in Deutschland auch jenseits der Parteipolitik ein starkes Standbein hat. Über eine rassistische Protestbewegung mit regionalem Massenanhang wie Pegida, zur aktivistischen Identitären Bewegung bis hin zu rechten Think Tanks wie dem Institut für Staatspolitik oder verschwörungstheoretischen Plattformen wie „compact“ reicht die rechte Bewegung. Welche ideologischen Schnittmengen gibt es hier? Welches Zusammenspiel zwischen einer möglichen Rechten im Bundestag und dieser Bewegung ist zu erwarten? Wie macht sich die von rechts angestrebte Diskursverschiebung bemerkbar und was kann ihr entgegen gesetzt werden? Um diese und weitere Fragen soll es am 13.9. gehen.

Gerd Wiegel ist Referent für die Themen Rechtsextremismus und Antifaschismus der Bundestagsfraktion DIE LINKE.

Veranstaltungsflyer zum runterladen und weiterleiten hier.

Rechtsaußen und Nebenan

Rechtsaußen und Nebenan

Rechte Aktivitäten und Strukturen in Niedersachsen und dem östlichen Landkreis Lüneburg am 
Beispiel der Region Bleckede


Informationsveranstaltung mit Andrea Röpke und Olaf Meyer

Dienstag, 30. Mai 2017 –19:30 Uhr

Einlass ab 18:30 Uhr mit Snacks und Getränken

Veranstaltungsort: Hof Thiele – Am Bruch 1 – Tosterglope OT Ventschau


Brandanschläge, Aufmärsche, Hetze und Übergriffe durch Neonazis und andere Rechte gehören in 
Deutschland zum traurigen Alltag. Rassistische und demokratiefeindliche Strömungen prägen derzeit 
nicht nur die Schlagzeilen. An vielen Orten nehmen Gewalt und Diskriminierungen gegen Menschen 
zu. Extrem rechte Parteien, Bewegungen und Personen versuchen, die Alltagskultur und die 
gesellschaftlichen Diskurse zu unter-wandern. Rechte Stimmungen sind in der Gesellschaft wieder 
weit verbreitet und die rechte AfD ist Ausdruck dieser Situation.
Im Windschatten der AfD sind auch weiterhin Neonazis, neofaschistische Parteien wie die NPD und 
verschiedenste Kameradschaften und andere Gruppierungen aktiv. Die NPD ist in Niedersachsen in 
wenigen Kommunalparlamenten vertreten. Werte und Inhalte der Nazis aus den dreißiger Jahren 
werden z.T. reaktiviert und bedient.
Die Veranstaltung bietet einen Überblick über die Aktivitäten, Strategien und Strukturen der extremen
Rechten in Niedersachsen. Wobei beispielhaft die Situation im Landkreis Lüneburg aufgezeigt werden
soll, mit einem besonderen Blick auf Bleckede und Umgebung. Welche Organisationen gibt es, wie 
treten sie auf und was propagieren sie? Wer sind ihre Wortführer und welche Gefahren gehen von
ihnen aus? Diese und andere Fragen sollen beantwortet und die Veränderungen der letzten Jahre 
erläutert werden.

Andrea Röpke (Politologin, Autorin und freie Journalistin,
Veröffentlichung ihrer aufwendigen Inside-Recherchen im Neonazi-Milieu in Fernseh-magazinen, in 
der taz und bei Süddeutsche-Online sowie in Fachportalen wie Blick nach rechts, zahlreiche Aus- 
zeichnungen, darunter »Das unerschrockene Wort« (2009) und »Journalistin des Jahres« (Kategorie 
Politik, 2011)

Olaf Meyer (Antifaschistische Aktion Lüneburg / Uelzen, beobachtet seit Jahren die rechte Szene in 
der Region Lüneburg)

Eine gemeinsame Veranstaltung vom Bleckeder Bündnis gegen Rassismus & Antisemitismus und 
Lüneburger Netzwerk gegen Rechts

https://antifa-lg-ue.org/termine/rechtsaussen-und-nebenan

Kein schöner Land in dieser Zeit? Augen auf! Hingeschaut! Rechte Strukturen sichtbar machen

 
Das Wendland und die Altmark sind nicht nur für linke Aussteiger*innen
oder andere weltoffene Stadtflüchtige attraktiv. Menschen mit rechter
Gesinnung haben den ländlichen Raum längst für sich entdeckt. Oft ist
ihre menschenverachtende Gesinnung nicht gleich zu erkennen, denn sie
geben vor, sich der Sorgen und Nöte ihrer Mitmenschen anzunehmen.
Sie engagieren sich in der Elternvertretung der Schulen ebenso wie im
Sportverein, der Feuerwehr oder anderen Initiativen und machen dort
ihren Einfluss mehr und mehr geltend. Häufi g werden solche rechten
Einflüsse ignoriert oder verharmlost.
Ob als umweltbewusste völkische Sieder*innen, Identitäre, Anhänger*innen
von AFD oder NPD – jeder Form rechter Strukturen wollen wir entschieden
entgegen treten.

*Augen auf! Hingeschaut! Gemeinsam aufstehen gegen Rechts!*
 
*Veranstaltungen im Rahmen der Kulturellen Landpartie:*

▶ 25.05.2017 | 14.00 Uhr | Klein Witzeetze | *Vorstellung der Kampagne*,
Infotafeln, Filme
 
▶ 25.05.2017 | 22.00 Uhr | Meuchefitz Gasthof | *Party »Aufmucken gegen
Rechts«*, 2 Floors, Line up: Seven (Drum'n Bass, Dubstep, Punk),
MalEleve (Irie Revoltes Soundsystem), Halunken betrunken (Punk
alternative) Casio (Elektro)

▶ 01.06.2017 | 16.00 Uhr | Sipnitz | *Zivilcourage-Workshop*, Infotafeln

NSU-Tribunal: Wir klagen nicht – wir klagen an

Wir klagen nicht – wir klagen an!

Tribunal NSU-Komplex auflösen vom 17.-21. Mai in Köln

Die vom NSU-Terror betroffenen Migrant*innen wussten, wer hinter den Anschlägen auf ihre Familienangehörigen, ihre Freunde, auf ihre Existenzen steckte.

Das Tribunal versteht sich als eine öffentlichkeitswirksame, gesellschaftliche Anklage der Täter*innen des NSU-Terrors und des ihm zugrunde liegenden strukturellen Rassismus. Dabei sollen die Betroffenen ein Forum erhalten, ihr Wissen zu öffnen und aus einer migrantischen Perspektive Forderungen zu stellen. Der NSU-Komplex soll in seiner gesamten personellen wie institutionellen Dimension sichtbar gemacht und der strukturelle Rassismus in Deutschland angeklagt werden.

Das Aktionsbündnis wird einen Einblick in die inhaltlich-politische Ausrichtung des Tribunals und in die dahinter stehende Haltung geben.

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