Kein Bock auf Frei.Wild!

Keine Bühne für völkischen & nationalistischen Identitätsrock!

Am 21. April 2019 will die südtiroler Band „Frei.Wild“ im Rahmen ihrer „Zurück in die Clubs Tour“ in der Uelzener Jabelmannhalle auftreten.

Das Konzert ist mittlerweile ausverkauft und so werden an diesem Abend einige hundert Fans dieser Band in Uelzen erwartet, deren Spektrum sich von sich selbst als „unpolitisch“ verstehenden „Deutschrock“-Fans über so genannte „Patrioten“ und Rocker bis hin zu Neonazis erstreckt. Ein breites Bündnis von verschiedenen Organisationen, Initiativen, Parteien und Einzelpersonen fordert die Absage des Konzerts und hat sich mit einem entsprechenden Offenen Brief an den Betreiber der Jabelmannhalle gewendet.

Der Offene Brief kann hier nachgelesen und unterzeichnet werden:

Offener Brief: Völkischer Musik keine Bühne geben

Weitere Hintergrundinformationen zur Band können hier nachgelesen werden:

Kein Bock auf Frei.Wild!

05.04.: Infoveranstaltung mit Andreas Kemper

Die KURVE Wustrow ist Teil des Bündnis gegen Rechts Wendland / Altmark. Zusammen mit der Kirchengemeinde St. Johannis in Lüchow hat KURVE Wustrow das Projekt “Zivilcourage jetzt!“ organisiert. Den Auftakt zum Projekt bildet diese Infoveranstaltung mit Andreas Kemper. Der Referent stellt gängige Vorurteile über die Situation von Geflüchteten und Migrant*innen in Deutschland und Europa richtig.

Termin: 05. April 2019, 19:30 Uhr

Ort: Gemeindehaus Lüchow

 

Kern des Projekts und nächste Veranstaltung sind zwei Argumentationstrainings gegen rechte Parolen im Mai, die sich an verschiedene Zielgruppen wenden.

Weitere Informationen zum Projekt sind hier zu finden: “Zivilcourage jetzt!“, der Flyer ist hier herunterladbar.

Reichsbürger – die unterschätzte Gefahr

Infoveranstaltung am Freitag, 08. Februar 2019 um 19:30 Uhr

R e i c h s b ü r g e r –  j e t z t r e i c ht ‘s! Reichsbürger – die unterschätzte Gefahr
mit Andreas Speit, Journalist und Rechtsextremismus-Experte

Reichsbürger – die unterschätzte Gefahr
In Deutschland werden mehr als 18.000 Menschen zu den sogenannten Reichsbürgern gerechnet. Die Bundesrepublik ist für sie kein souveränes Staatsgebilde, sondern das Deutsche Reich aus der Zeit vor 1945 bestünde fort. Fremde Mächte im Hintergrund würden die Fäden ziehen. Manche von ihnen gründen eigene Reiche, wie etwa der König von Deutschland in Wittenberg, stellen eigene Pässe und Führerscheine aus. Manche von ihnen verstehen sich als souveräne Menschen. Sie aller erkennen die deutschen Behörden nicht an, verweigern Bußgeldzahlungen und Steuern. Lange Zeit hielt der deutsche Staat sie für Spinner und tat sie als ungefährlich ab – bis im Oktober 2016 ein Polizist in Franken von einem Reichsbürger erschossen wurde. Ihre Ideen sind weiterverbreitet als nur am Rande der Gesellschaft, reichen auch in alternative Milieus hinein.

Freitag, 08. Februar 2019 um 19:30 Uhr
Kulturverein Platenlaase
Ab 18:30 Uhr wird es wieder leckeres
veganes Essen gegen Spende geben.

Bündnis gegen Rechts Wendland / Altmark
Die Veranstaltenden behalten sich vor von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die extrem rechten Parteien angehören, der extrem rechten Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige reaktionäre Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

9. November 1938 – Tag der Erinnerung und Mahnung – Kein Schlussstrich!

9. November 1938 – Tag der Erinnerung und Mahnung – Kein Schlussstrich!
Am 9. November 2018 wird sich zum 80. Mal die Reichspogromnacht von 1938 jähren. Damals brannten in Deutschland Synagogen, Gebetsräume und weitere jüdische Versammlungsstätten. Mehrere tausend Geschäfte, Wohnungen und jüdische Friedhöfe wurden zerstört, beziehungsweise geschändet. Juden und Jüdinnen wurden ermordet oder in den Suizid getrieben. In den folgenden Tagen wurden 30.000 jüdische Menschen in Konzentrationslager verschleppt.

Dieses Novemberpogrom war der von den Nationalsozialisten verordnete und lückenlos geplante Übergang von der Diskriminierung und Ausgrenzung zur systematischen Verfolgung der Juden. Das Pogrom erinnert uns daran, dass solche schrecklichen Dinge nicht mit Deportationen und Konzentrationslagern gestartet, sondern Schritt für Schritt entwickelt wurden.

Wir erleben zur Zeit nicht nur ein Wiedererstarken des Antisemitismus, sondern aus der rechtspopulistischen Ecke ein Forderung nach einer „Normalisierung deutscher Geschichte“, die auf eine Dethematisierung des Nationalsozialismus mit all seinen Gräueln abzielt.

Wir fühlen uns eines lebendigen Gedenkens verpflichtet und wollen die Erinnerung und Verantwortung wachhalten, um sensibilisiert in der Gegenwart zu leben und derzeitigen politischen Entwicklungen rechtzeitig etwas entgegenzusetzen.

Erinnerung bedarf fester Orte und Bezugspunkte in der Zeit sowie gemeinsame Zeichen wie das Gedenken an die Pogrome im November 1938.
Auch in Dannenberg lassen sich vielerorts Spuren vergangenen jüdischen Lebens finden: Der Standort der Synagoge, einzelne Häuser, in denen jüdische Familien gelebt haben, ein Straßenname, ein Davidstern…
Manches lässt sich konkret belegen, anderes bleibt vage, sicher ist, dass Dannenberg vor allem im 19. Jh eine lebendige jüdische Gemeinde hatte und schon lange vorher Juden in Dannenberg ansässig waren.

In diesem Sinne laden wir am 9.11. um 14 Uhr zum Stadtrundgang auf den Spuren jüdischen Lebens in Dannenberg ein. Treffpunkt Dannenberger Marktplatz, Brunnen.
Die anschließende Lesung von Briefen verfolgter Jüdinnen und Juden aus Dannenberg wird ab (ca.) 15:30 Uhr im Alten Rathaus, Sitzungsraum, Am Markt 5 stattfinden.
Veranstalter: Stadtarchiv Dannenberg und das Bündnis gegen Rechts Wendland/Altmark unter Mitwirkung des Fritz-Reuter Gymnasiums und der musikalischen Begleitung durch den Chor PiCanta.

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