05.04.: Infoveranstaltung mit Andreas Kemper

Die KURVE Wustrow ist Teil des Bündnis gegen Rechts Wendland / Altmark. Zusammen mit der Kirchengemeinde St. Johannis in Lüchow hat KURVE Wustrow das Projekt “Zivilcourage jetzt!“ organisiert. Den Auftakt zum Projekt bildet diese Infoveranstaltung mit Andreas Kemper. Der Referent stellt gängige Vorurteile über die Situation von Geflüchteten und Migrant*innen in Deutschland und Europa richtig.

Termin: 05. April 2019, 19:30 Uhr

Ort: Gemeindehaus Lüchow

 

Kern des Projekts und nächste Veranstaltung sind zwei Argumentationstrainings gegen rechte Parolen im Mai, die sich an verschiedene Zielgruppen wenden.

Weitere Informationen zum Projekt sind hier zu finden: “Zivilcourage jetzt!“, der Flyer ist hier herunterladbar.

Reichsbürger – die unterschätzte Gefahr

Infoveranstaltung am Freitag, 08. Februar 2019 um 19:30 Uhr

R e i c h s b ü r g e r –  j e t z t r e i c ht ‘s! Reichsbürger – die unterschätzte Gefahr
mit Andreas Speit, Journalist und Rechtsextremismus-Experte

Reichsbürger – die unterschätzte Gefahr
In Deutschland werden mehr als 18.000 Menschen zu den sogenannten Reichsbürgern gerechnet. Die Bundesrepublik ist für sie kein souveränes Staatsgebilde, sondern das Deutsche Reich aus der Zeit vor 1945 bestünde fort. Fremde Mächte im Hintergrund würden die Fäden ziehen. Manche von ihnen gründen eigene Reiche, wie etwa der König von Deutschland in Wittenberg, stellen eigene Pässe und Führerscheine aus. Manche von ihnen verstehen sich als souveräne Menschen. Sie aller erkennen die deutschen Behörden nicht an, verweigern Bußgeldzahlungen und Steuern. Lange Zeit hielt der deutsche Staat sie für Spinner und tat sie als ungefährlich ab – bis im Oktober 2016 ein Polizist in Franken von einem Reichsbürger erschossen wurde. Ihre Ideen sind weiterverbreitet als nur am Rande der Gesellschaft, reichen auch in alternative Milieus hinein.

Freitag, 08. Februar 2019 um 19:30 Uhr
Kulturverein Platenlaase
Ab 18:30 Uhr wird es wieder leckeres
veganes Essen gegen Spende geben.

Bündnis gegen Rechts Wendland / Altmark
Die Veranstaltenden behalten sich vor von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die extrem rechten Parteien angehören, der extrem rechten Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige reaktionäre Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

9. November 1938 – Tag der Erinnerung und Mahnung – Kein Schlussstrich!

9. November 1938 – Tag der Erinnerung und Mahnung – Kein Schlussstrich!
Am 9. November 2018 wird sich zum 80. Mal die Reichspogromnacht von 1938 jähren. Damals brannten in Deutschland Synagogen, Gebetsräume und weitere jüdische Versammlungsstätten. Mehrere tausend Geschäfte, Wohnungen und jüdische Friedhöfe wurden zerstört, beziehungsweise geschändet. Juden und Jüdinnen wurden ermordet oder in den Suizid getrieben. In den folgenden Tagen wurden 30.000 jüdische Menschen in Konzentrationslager verschleppt.

Dieses Novemberpogrom war der von den Nationalsozialisten verordnete und lückenlos geplante Übergang von der Diskriminierung und Ausgrenzung zur systematischen Verfolgung der Juden. Das Pogrom erinnert uns daran, dass solche schrecklichen Dinge nicht mit Deportationen und Konzentrationslagern gestartet, sondern Schritt für Schritt entwickelt wurden.

Wir erleben zur Zeit nicht nur ein Wiedererstarken des Antisemitismus, sondern aus der rechtspopulistischen Ecke ein Forderung nach einer „Normalisierung deutscher Geschichte“, die auf eine Dethematisierung des Nationalsozialismus mit all seinen Gräueln abzielt.

Wir fühlen uns eines lebendigen Gedenkens verpflichtet und wollen die Erinnerung und Verantwortung wachhalten, um sensibilisiert in der Gegenwart zu leben und derzeitigen politischen Entwicklungen rechtzeitig etwas entgegenzusetzen.

Erinnerung bedarf fester Orte und Bezugspunkte in der Zeit sowie gemeinsame Zeichen wie das Gedenken an die Pogrome im November 1938.
Auch in Dannenberg lassen sich vielerorts Spuren vergangenen jüdischen Lebens finden: Der Standort der Synagoge, einzelne Häuser, in denen jüdische Familien gelebt haben, ein Straßenname, ein Davidstern…
Manches lässt sich konkret belegen, anderes bleibt vage, sicher ist, dass Dannenberg vor allem im 19. Jh eine lebendige jüdische Gemeinde hatte und schon lange vorher Juden in Dannenberg ansässig waren.

In diesem Sinne laden wir am 9.11. um 14 Uhr zum Stadtrundgang auf den Spuren jüdischen Lebens in Dannenberg ein. Treffpunkt Dannenberger Marktplatz, Brunnen.
Die anschließende Lesung von Briefen verfolgter Jüdinnen und Juden aus Dannenberg wird ab (ca.) 15:30 Uhr im Alten Rathaus, Sitzungsraum, Am Markt 5 stattfinden.
Veranstalter: Stadtarchiv Dannenberg und das Bündnis gegen Rechts Wendland/Altmark unter Mitwirkung des Fritz-Reuter Gymnasiums und der musikalischen Begleitung durch den Chor PiCanta.

22.9.2018, Salzwedel: “Sichtbar werden: für Solidarität, gegen Rassismus und rechte Gewalt!”

Das Aktionsbündnis Solidarisches Salzwedel lädt auch dieses Jahr wieder zum politischen Straßenfest in die Altperverstraße ein: am Samstag, 22.09.2018 von 15 bis 20 Uhr sind alle willkommen, die mit uns für Solidarität und gegen Rassismus und rechte Gewalt sichtbar werden wollen!

Auch in diesem Jahr verbinden wir auf dem Straßenfest die Debatte über aktuelle politische Themen in der Altperverstraße und Salzwedel mit fröhlichem Beisammensein.

Für alle Altersgruppen ist etwas dabei: kleine Menschen können sich auf einer Paketrutsche austoben, Jonglieren und Riesen-Seifenblasen produzieren, sich schminken lassen und die Hüpfburg zum Wackeln bringen. Es gibt die Möglichkeit, sich mit Stencils kreativ und evtl. am Kickertisch sportlich auszuprobieren. Für die Älteren gibt es neben der beliebten Tombola in diesem Jahr auch eine Versteigerung, deren Einnahmen zugunsten des Café eXchange gehen. Darüber hinaus bieten verschiedene Gruppen und Verbände an Ständen Informationen zu aktuellen politischen Themen an.

Aus aktuellem Anlass und passend zum Motto des Straßenfestes werden in verschiedenen Ausstellungen regionale, landes-, bundes- und europaweiten Themen diskutiert.
Vor allem der Umgang mit den rechten und rassistischen Strukturen in und um Salzwedel wird dabei Thema sein. Die Organisation „Seawatch“ informiert mit einer Fotoausstellung über Seenotrettung im Mittelmeer und die Gruppe Newsgroup Afghanistan ermöglicht mit ihrer Ausstellung #bleibistan einen Einblick in die Absurditäten des Asylverfahrens.

Auf der Bühne informieren Vertreter*innen von SeaWatsch, des Flüchtlingsrates Sachsen-Anhalt e.V. und des Café eXchange, die Mobile Opferberatung, Geflüchtete sowie das Aktionsbündnis Solidarisches Salzwedel über die aktuelle politische Situation und ihre Arbeit. Übersetzungen in verschiedene Sprachen werden organisiert.

Musik: Ab 18:00 Uhr laden u.a. Dampf in allen Gassen dazu ein, mit dem Kopf zu nicken und das Tanzbein zu schwingen.

Das Aktionsbündnis freut sich auf zahlreiche Besucher*innen!

Im Aktionsbündnis Solidarisches Salzwedel sind Einzelpersonen, Vereine sowie Gruppen aus Salzwedel und der umgebenden Altmark und dem Wendland aktiv. Mit diesem politischen Fest und weiteren Aktionen will das Bündnis einen Beitrag zu einer solidarischen und gewaltfreien Gesellschaft leisten, in der Menschen aus unterschiedlichen Regionen der Welt, mit verschiedenen Lebensrealitäten, kulturellen Hintergründen und Glaubensrichtungen respektvoll miteinander leben.

Kontakt: solidarischessalzwedel[at]riseup.net

Flyer zum Weiterleiten: Flyer_Straßenfest SAW_2018_A5

 

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